Soul Cities- Städte im Wandel

 

Trotz aller Liebe zur Natur habe ich mir in den vergangenen 13 Jahren immer ganz bewusst Städte als Lebensräume ausgesucht, denn ich liebe die Inspiration und Vielfalt, die von ihnen ausgeht. Ich halte mich gerne an Orten auf, wo Natur und Stadt vereint zu einem ganz neuen Kunstwerk werden.

 

An solchen Plätzen wird für mich spürbar, dass wir Menschen mit unseren Fähigkeiten eine wirkliche Bereicherung sein können und aus unseren gestalterischen Kräften oft so viel Wunderschönes und Staunenswertes entsteht. Deshalb ist für mich ganz klar: Städte sind beim Thema Nachhaltigkeit und positiver gesellschaftlicher Wandel Vorreiter, denn ich bin mir sicher, dass gerade von hier ganz viel Inspiration und innovative Ideen kommen.

 

Das Thema eines naturnahen und verantwortungsvollen Lebens in Städten ist allerdings eine grosse Herausforderung und wirft schon beim genaueren Nachdenken tausende Fragen in mir auf. Schliesslich haben wir in unseren Metropolen und Ballungszentren so viele zerstörerische Tendenzen kultiviert, dass wir noch einige echt gute Ideen und viel Aktionismus brauchen, um das Ganze in eine sinnvolle Richtung zu lenken.

 

Die Frage zu stellen WIE das gelingen kann, finde ich aber gerade deshalb notwendig und spannend, denn immerhin steckt hier noch jede Menge Entwicklungspotenzial.

In Städten finden sich viele Menschen zusammen, die sich nie getroffen hätten, wenn jeder immer auf seinem Stück Land, in seiner Komfortzone geblieben wäre. Menschen, die gemeinsam quer denken, visionieren, planen, kreieren und sich dabei gegenseitig unterstützen.

 

Transition-Towns: Eine ganze Bewegung für den Wandel in Städten

 

Viele der Initiativen, die aus Städten heute nicht mehr wegzudenken sind, wie Foodsave-Projekte, Tauschkreise, Repair Cafés und Urban Gardening sind aus der Transition-Town Bewegung entstanden, die von Rob Hopkins 2006 ins Leben gerufen wurde und in einer kleinen Stadt in Südengland ihren Anfang nahm. Genau wie in Ökodörfern geht es um eine neue Ökonomie des Teilens, um Nachhaltigkeit, Selbstbestimmtheit und unterstützendes Miteinander im städtischen Raum.


Tauschinitiativen und Sharing-Konzepte nutzen die materielle Überfülle an Gütern, um sinnvolle Kreisläufe zu erschaffen, von denen alle profitieren. Inzwischen ist auch diese Bewegung beachtlich gewachsen und es gibt weltweit um die 4000 regionale Gruppen in über 40 Ländern, die sich urbanen Raum als Lebensraum zurückerobern. Und da das ganze grün bzw. farbenfroh und friedlich ist, schliessen sich die Gemeinden und Städte oft gerne freiwillig an und fördern viele der Projekte durch öffentliche Gelder. In der Schweiz sind Projekte der Transition-Town Bewegung besonders in Basel, Bern, Zürich und Wintherthur zu finden.

 

 

 

 

Viele Antworten und noch mehr Fragen

 

 

Für eine lebensfördernde Veränderung in Städten gibt es hunderte Fragen.

Von der Müllentsorgung, unser verschwenderisches Konsumverhalten, dem Verpackungswahnsinn in Supermärkten, der Vereinzelung und Verarmung von Menschen,  bis zur Energieversorgung und und....

 

Es gibt aber auch schon jede Menge Antworten:

 

Von Gemeinschaftsgärten über unverpackt-Läden, Foodsharing Konzepte und Repair-Cafés, imkern auf begrünten Stadtdächern und Guerilla-Gardening mit Seed-Bombs. Euch fällt spontan bestimmt auch jede Menge ein!

 

 

 

 

Beim genaueren Hinterfragen und Schauen , was ich ganz einfach in meiner Stadtwohnung und meinem Alltag ändern kann, habe ich jedenfalls sofort einiges entdeckt. Angefangen bei unserem Balkon, der noch viel mehr bepflanzt werden sollte, die Reduktion von in Plastik verpackten Lebensmitteln und Kosmetik, bis hin zur Kleidung die ich noch konsequenter in Second-Hand Geschäften kaufen kann. Wir alle werden etwas finden, das sich zum Positiven verändern lässt, wenn wir ehrlich hinschauen.

 

Neugierig, ob es auch in deiner Wohngegend Transition-Initiativen gibt? Dann schau doch mal hier vorbei:

 

 

 

http://www.transition-zuerich.ch/

 

https://www.transition-initiativen.de/standorte/bern

 

https://transitionnetwork.org