Eindrücke vom Sommer im Stiftsgarten

 

Jetzt im Sommer fühle ich mich hier jedesmal wie im Urlaub, sobald ich diesen Garten betrete. Die Weinreben und üppig wachsenden Kräuter an den hohen wärme abstrahlenden Mauern erinnern mich eher an das südliche Italien und auch der Trubel der Stadt ist hier nur entfernt wahrnehmbar.

 

Den Blick auf die belebte Kirchenfeldbrücke aus der Fernperspektive und den grossen Turm des Berner Münsters direkt über mir, habe ich hier beim gemeinschaftlichen Gärtnern die Stadt noch einmal ganz neu kennen- und schätzen gelernt.

 

Dazu lerne ich sowieso jedesmal wenn ich hier bin - und das auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Zum Beispiel, welche Früchte überhaupt offiziell als Beeren durchgehen (wer weiss denn schon dass die Erdbeere eigentlich gar keine Beere sondern eine Sammelnuss ist ?), welche Pflanze wo wieviel Pflege braucht und (ganz wichtig)  wie die Beerensorten auf Schwyzerdütsch heissen. Meine Favoriten: Meertrübeli und Tierlibaum (Johannisbeere und Cornellkirsche)

 

Daneben lerne hier aber auch manche Namen und Wörter auf arabisch oder tigrinya, eine der Nationalsprachen Eritreas, weil viele Menschen mit Flüchtlingshintergrund hier freiwillig mitgärtnern. Ich bin dankbar, dass die Vielfalt im Stiftsgarten damit nicht nur auf die Pflanzenwelt beschränkt ist und sich die Horizonte der Menschen hier ganz natürlich erweitern.

 

 

 

www.stiftsgarten.ch